Atom- und Wasserkraft - Was sonst?
In der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Schweizer Energiepolitik werden alte Vorurteile neu bedient. Mit fantasievollen Statistiken versuchen Atomgegner den Holocaust sowjetischer Machart von 1986 in die Gegenwart zu hieven. Apologeten auf der anderen Seite weisen auf neue Technologien hin und versichern den gutmütigen Aargauern, ein paar weitere Meiler würden ihren Bodenpreisen nicht schaden.
Was mir fehlt ist eine sachliche Betrachtung der energiepolitischen Tatsachen. Der Energiebedarf der Schweiz wird entweder durch Strom aus dem Ausland, aus eigener Produktion oder gar nicht gedeckt.
Variante 1 - Fremdstrom
Meinungsverschiedenheiten zum Thema Atomkraft basieren oft auf gegensätzlichen ethischen Verständnissen. Wer das minimale Grundrisiko eines GAU für vernachlässigbar hält, hat ein anderes ethisches Seelenkostüm als jene, denen die schiere Existenz eines Risikos - egal welcher Grösse - bereits genug ist, eine Technologie zu verwerfen.
Leider finden sich diese beiden Gruppen beim aktuellen Thema auch nicht, wenn einfach nichts geschieht: Importiert die Schweiz ihren in Zukunft benötigten Strom, überlässt sie die Technologiefrage Anderen und muss mit den ethischen Gegebenheiten der Produktionsländer leben. Man kann nicht den Export von atomaren Abfällen in die Dritte Welt für unethisch halten, im gleichen Zug aber Atomstrom aus bröckelnden Supermeilern der Siebziger importieren weil man selber nicht bereit ist, zu Hause das Risiko zu tragen.
Variante 2 - Eigenproduktion
Will die Schweiz energietechnisch unabhängig bleiben, muss sie in der Lage sein ihre Nachfrage selber zu decken. Der heutige Mix von Wasser (55%), Atom (40%) und Alternativ (5%) ist nicht ideologisch begründet, viel mehr steht hier die Effizienz im Vordergrund. Wasser- und Atomkraftwerde sind sauber, bewährt, unfallfrei, effizient und können im Bedarfsfall nahezu rund um die Uhr in Betrieb genommen werden. Wind und Solar leiden an den immer gleichen "Kinderkrankheiten": teuer, ineffizient, meist im Stillstand. Es gleicht einer Zwängerei, bei diesen beiden Alternativenergien immer noch von einer neuartigen Energierevolution zu reden die es zu fördern gilt: beide Technologien gibt es seit Jahrzehnten und sie sind immer noch nicht ausgereift und werden es wohl auch nie werden. Was bleibt? Gas oder Kohle; bestimmt mit der Angst vor dem totalen Klimahorror nicht vereinbar.
Variante 3 - Stromsparen
Kocht die ganze Nation mit 2cm Wasser und ist das letzte Haus isoliert lässt sich ein ansehnlicher Haufen Strom sparen. Dies ist erstrebenswert, bietet es doch fast nur Vorteile: der Konsument spart Geld, der Staat muss weniger früh wieder eine Diskussion um auftretende Energielücken anfeuern und die Umweltschützer sehen den Klimahorror abgemildert. Tatsache ist allerdings, dass unser Energiebedarf steigt, relativ egal was wir machen. Lediglich auf die Geschwindigkeit der Steigerung kommt es an. So lobenswert eine extrem stromsparende Gesellschaft auch wäre, sie verzögert die Problematik der Versorgungslück lediglich zeitlich. Einmal mehr würden wir die Diskussion schubladisieren, nur um sie in 10 Jahren erneut zu führen.
Variante 4 - Zurück zum Wald
Was einige Zweifler der Versorgungslücke wirklich meinen, wenn sie neue Energieprojekte bekämpfen ist klar: zurück zu einer verklärten Version der Natur. Diese menschenfeindliche Einstellung ist nicht weiter zu kommentieren, ausser vielleicht damit: Zurück zur Natur bedeutet Hunger, Krankheit, Krieg, Rechtlosigkeit, Kindersterblichkeit, Ausbeutung und das Ende unserer Zivilisation.
Ich glaube, wir haben keine Wahl: mehr Wasser oder mehr Atom. Könnten wir uns auf diese beiden Varianten beschränken, bitte?
Was mir fehlt ist eine sachliche Betrachtung der energiepolitischen Tatsachen. Der Energiebedarf der Schweiz wird entweder durch Strom aus dem Ausland, aus eigener Produktion oder gar nicht gedeckt.
Variante 1 - Fremdstrom
Meinungsverschiedenheiten zum Thema Atomkraft basieren oft auf gegensätzlichen ethischen Verständnissen. Wer das minimale Grundrisiko eines GAU für vernachlässigbar hält, hat ein anderes ethisches Seelenkostüm als jene, denen die schiere Existenz eines Risikos - egal welcher Grösse - bereits genug ist, eine Technologie zu verwerfen.
Leider finden sich diese beiden Gruppen beim aktuellen Thema auch nicht, wenn einfach nichts geschieht: Importiert die Schweiz ihren in Zukunft benötigten Strom, überlässt sie die Technologiefrage Anderen und muss mit den ethischen Gegebenheiten der Produktionsländer leben. Man kann nicht den Export von atomaren Abfällen in die Dritte Welt für unethisch halten, im gleichen Zug aber Atomstrom aus bröckelnden Supermeilern der Siebziger importieren weil man selber nicht bereit ist, zu Hause das Risiko zu tragen.
Variante 2 - Eigenproduktion
Will die Schweiz energietechnisch unabhängig bleiben, muss sie in der Lage sein ihre Nachfrage selber zu decken. Der heutige Mix von Wasser (55%), Atom (40%) und Alternativ (5%) ist nicht ideologisch begründet, viel mehr steht hier die Effizienz im Vordergrund. Wasser- und Atomkraftwerde sind sauber, bewährt, unfallfrei, effizient und können im Bedarfsfall nahezu rund um die Uhr in Betrieb genommen werden. Wind und Solar leiden an den immer gleichen "Kinderkrankheiten": teuer, ineffizient, meist im Stillstand. Es gleicht einer Zwängerei, bei diesen beiden Alternativenergien immer noch von einer neuartigen Energierevolution zu reden die es zu fördern gilt: beide Technologien gibt es seit Jahrzehnten und sie sind immer noch nicht ausgereift und werden es wohl auch nie werden. Was bleibt? Gas oder Kohle; bestimmt mit der Angst vor dem totalen Klimahorror nicht vereinbar.
Variante 3 - Stromsparen
Kocht die ganze Nation mit 2cm Wasser und ist das letzte Haus isoliert lässt sich ein ansehnlicher Haufen Strom sparen. Dies ist erstrebenswert, bietet es doch fast nur Vorteile: der Konsument spart Geld, der Staat muss weniger früh wieder eine Diskussion um auftretende Energielücken anfeuern und die Umweltschützer sehen den Klimahorror abgemildert. Tatsache ist allerdings, dass unser Energiebedarf steigt, relativ egal was wir machen. Lediglich auf die Geschwindigkeit der Steigerung kommt es an. So lobenswert eine extrem stromsparende Gesellschaft auch wäre, sie verzögert die Problematik der Versorgungslück lediglich zeitlich. Einmal mehr würden wir die Diskussion schubladisieren, nur um sie in 10 Jahren erneut zu führen.
Variante 4 - Zurück zum Wald
Was einige Zweifler der Versorgungslücke wirklich meinen, wenn sie neue Energieprojekte bekämpfen ist klar: zurück zu einer verklärten Version der Natur. Diese menschenfeindliche Einstellung ist nicht weiter zu kommentieren, ausser vielleicht damit: Zurück zur Natur bedeutet Hunger, Krankheit, Krieg, Rechtlosigkeit, Kindersterblichkeit, Ausbeutung und das Ende unserer Zivilisation.
Ich glaube, wir haben keine Wahl: mehr Wasser oder mehr Atom. Könnten wir uns auf diese beiden Varianten beschränken, bitte?
CptEggman - Do, 10.12.2009 - Schweiz
Ein paar Wochen vor den überaus wichtigen Präsidentschaftswahlen in Afghanistan hat sich die Regierung