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Krawalle in Frankreich

Gestern hatten wir die zehnte Krawallnacht in Frankreich. Bis jetzt wurden in jeder Nacht mehr Autos verbrannt als in der Nacht zuvor. Doch die Medien halten sich zurück. Nicht einmal das französische Fernsehen scheint das Thema als wichtig zu empfinden. An drei verschiedenen Zeitpunkten schaltete ich mich Gestern durch die ca. sieben französischen Sender. Nichts. Talkshows, Blödeleien, Filme usw. aber keine News, keine Sondersendungen, keine Diskussionen. Wieso auch? Die Gründe für die Randale scheinen auf der Hand zu liegen. Die Medien haben sich auf soziale Probleme und Rassismus als Ursache geeinigt. Und auch der Generalstaatsanwalt Yves Bot erklärt:

"Die Bewegung richtet sich wesentlich gegen die Institutionen der Republik, doch sie hat keinen ethnischen Charakter"


Eine solche Erklärung wirkt doch beruhigend, wie Ulrich Speck es Analysiert:

"Eine solche Deutung zeigt nämlich zugleich auf, wie man die Probleme lösen kann: Bessere soziale Absicherung, bessere Berufschancen, Bekämpfung des Rassismus. Neue Programme auflegen, und in ein paar Jahren ist das Problem gelöst, zumindest entschärft."


Was aber wenn sich diese Ausschreitungen nicht so einfach erklären lassen, oder wenn wir über einige Aspekte nicht diskutieren wollen oder können?

"Eine andere Deutung wäre weitaus beunruhigender. Sie geht davon aus, dass es sich um Vorboten kommender Auseinandersetzungen handelt, die nicht so sehr sozial, sondern vor allem kulturell motiviert sind. Dass die Jugendlichen, die derzeit den Aufstand proben, größtenteils aus Nordafrika stammen, dass man in der Berichterstattung immer wieder von Moscheen und Imamen liest, könnte darauf schließen lassen, dass es hier ein kulturelles Element gibt.

Es ist sehr zu hoffen, dass die klassische Deutung zutrifft: soziale Unruhen, deren Ursachen mit mehr Geld, mehr Programmen, mehr Kampagnen effizient bekämpft werden können. Man sollte jedoch sehr genau hinschauen. Um unangenehme Überraschungen auszuschließen."


Wenn jetzt versucht wird, die Probleme mit der falschen Medizin zu heilen, die auf einer falschen Analyse beruhen, dann werden wir solche Szenen in der Zukunft immer wieder sehen. Dann gute Nacht.
nati (anonym) - 9. Nov, 18:10

Es gibt Hofnung!

So seltsam es fuer manche auch klingen mag, es besteht noch Hoffnung fuer die Beziehung zwischen Islam und der westlichen Welt! Realitygaps hat dazu erfirschende Neuigkeiten ueber eine riesige Muslimische Anti-Terror Demo in Marokko. Im krassen gegensatz dazu wird jedoch in London am Sonntag eine Pro-Krawalle-in-Frankreich Demostration abgehalten. Es scheint also ploetzlich so als ob die menschen in westlichen Laendern radikaler sind als die in Marokko...

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Neokonservatismus nennt man eine breite internationale politische Strömung, die durch eine Rückbesinnung auf konservative Werte, in Verbindung mit liberalen bzw. neoliberalen Konzepten in der Wirtschaftsspolitik, scharfer Ablehnung der Politik der 68er-Generation und häufig auch der Betonung einer gemeinsamen westlichen Zivilisation gekennzeichnet ist.
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