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Jihad in England - die Gründe

Kaum wurde der grösste Terrorangriff seit 911 verhindert, da geht die Suche nach der Motivation los. Wieso konnten diese jungen Männer nur so etwas planen? Die Zeitungen sind voll mit "Erklärungen":

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Da wäre mal die Polizei. Verschiedene Imame beklagen, dass sie nicht genügend in die laufenden Untersuchungen miteinbezogen würden. Die Polizei habe zwar ein paar Terroristen verhaftet, aber gleichzeitig würden die Muslime unter Generalverdacht geraten und so manches Leben sei zerstört worden.
Andere stellen sogar die Legitimität der ganzen Polizeioperationen in Frage, wie der Herausgeber der in London erscheinenden Zeitung "al-Hayat", der fragt, ob die britische Polizei überhaupt Indizien vorweisen können für das, was sie in der vergangenen Woche glaubt, vereitelt zu haben?
Zahlreiche Stimmen, und nicht nur Imame, sonder auch viele Zeitungskommentatoren und Politiker schlussfolgern also, dass die zunehmende Entfremdung zwischen der muslimischen Community und der Polizei so manchen jungen perspektivlosen Muslim in die Hände der Extremisten treiben würde.

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Da sind wir auch schon beim zweiten punkt: Es heisst, dass die Muslime einfach nicht die gleichen Chancen hätten, wie der Rest der englischen Bevölkerung. Dann werden ein paar zahlen angeführt, die zeigen sollen, dass die Muslime überproportional unter Arbeitslosigkeit leiden, dass sie an den Universitäten unterrepräsentiert seien etc. Das mag stimmen, Fakt ist aber, dass die meisten der Möchtegern Attentätern entweder einen Job hatten, oder Studenten waren. Sie kommen alle aus Mittelklasse Familien, hatten alle Türen offen für eine gute Zukunft. Es waren also nicht die Arbeitslosen und Ausgeschlossenen die diesen Massenmord planten. Es waren Privilegierte junge Leute. Laut Telegraph standen Studenten im Zentrum der ganzen Aktion.
Das Argument kommt aber immer wieder. Man Ignoriert dabei, dass der grösste Teil des Jihad-Kaders aus wohlhabenden Familien kommt und meist studiert hat. Wie Bin Laden oder die Madrid Attentäter, oder die 7/7 Gang. Und auch die meisten der 911 waren Studenten in Deutschland.
Vielleicht könnte man dazu auch noch sagen, dass es in England auch viele Inder und Jamaikaner gibt, die in einer ähnlichen Situation sind wie die englischen Muslime, oder es auf jeden Fall waren. Aus diesen Gruppen gibt es aber keine Aufrufe zu Gewalt gegen den Britischen Staat.

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Dann wäre da noch die Aussenpolitik. In einem offenen Brief haben Muslime aus allen schichten der britischen Gesellschaft sich an Tony Blair gewendet. Die Britische Aussenpolitik sei Munition für die Extremisten heisst es da. Die 38 Muslim Organisation und 6 Parlamentariern die den Brief unterschrieben haben, fordern Tony Blair ultimativ auf, den Aussenpolitischen Kurs Englands zu ändern. Die Situation im Irak und die Gewalt im nahen Osten würde die Muslime in England zusätzlich radikalisieren und wütend machen. Ali Mirja, Mitglied der Konservativen Partei und Mitglied des "Policy Review on International and National Security" der konservativen Partei, schreibt in einem Kommentar, dass man die Wut der Muslime ernst nehmen muss. Er beschuldigt da die britische Regierung, nicht auf die massenhaften Friedensdemos regiert zu haben. Und er schreibt, dass die Muslime zunehmend durch die westliche Aussenpolitik verärgert seien. So bestehe die Gefahr, dass auch "moderate" Muslime in die Hände der radikalen laufen könnten, wenn England seine Aussenpolitik nicht überdenkt.
Die Frage ist was die Alternative ist? Kann und darf England seine Aussenpolitik ändern um eine Minderheit im eignen Land zufrieden zu stellen? Dabei vergessen diese Leute, dass in Afghanistan, Bosnien und im Irak britische Soldaten gestorben sind, um den Menschen dort Freiheit zu schenken. Und was müsste England tun um diese Leute zufrieden zu stellen? Die Hissbollah unterstützen? Sich aus Afghanistan und dem Irak zurückziehen und die Menschen dort ihrem Schicksal überlassen? Und wer garantiert England dann, dass plötzlich alles friedlich und gut ist?

Es sieht also so aus, als würde das Verhältnis der Muslime in England zu anderen Gruppen weiter abkühlen. Dabei müsste das nicht so sein: Anstatt die Fehler immer bei den anderen zu suchen, müsste man vielleicht mal die Frage stellen, wieso laut einer Channel4 Umfrage eine viertel der britischen Muslime 7/7 für gerecht hält. Und vielleicht wäre es mal hilfreich, eine Demo gegen den Terror zu organisieren um den Briten zu zeigen, dass man es ernst meint, wenn man sagt, dass man die Terroristen eben so fürchtet wie es der Rest von England tut. Demonstration wie diese hier und diese hier könnten das Gegenteil suggestieren, und dann muss man sich nicht fragen, wenn man von der restlichen Bevölkerung mit mistrauen angeschaut wird.
anaximander (anonym) - 19. Aug, 16:40

habt ihr nicht was vergessen?

Das politische Gesamtkonzept z.B. der SPD zum Frieden im Nahen Osten? - Keine Satire...

Transkulturellen Dialog ausbauen: Wir werden es nicht zulassen, dass geistige Brandstifter überall auf der Welt, einen Konflikt zwischen dem sogenannten Westen auf der einen und „dem Islam“ oder der arabischen Welt auf der anderen Seite herbeireden. Der Islam ist eine friedliche Religion, die wir wertschätzen und respektieren. Und die arabischen Länder blicken auf eine lange Tradition zurück. Es gilt, auf allen gesellschaftlichen Ebenen in einen tiefgehenden und kontinuierlichen Dialog einzutreten. Hier haben staatliche Stellen ebenso eine Aufgabe, wie Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen und andere zivilgesellschaftliche Akteure.

Neolitikum (anonym) - 11. Jul, 22:18

Der Islam ist ein religiöser Totalitarismus

Der Islam eine friedliche Religion? Wer auch immer Sie sind...Ahnung von ihrer "Friedensreligion" haben Sie keine. Der Islam ist ein 1400jähriger Totalitarismus in religiösem Gewand. Kein Mensch redet da einen Konflikt herbei, der nicht seitens der Islamisten schon längst herbeigebombt worden ist. Die Unterdrückung der Frauen zählt zum "religiösen" Programm ihrer "Friedensreligion"- es gibt keine Religion, die in ihrem heiligen Buch zum Verprügeln von Frauen ermuntert (Sure 4). Die Verachtung der Frauen als Menschen zweiter Klasse ist in keiner anderen Weltreligion so zu einer Geschlechter-Apartheid formiert worden wie in Ihrer religion des Friedens. Zu seinen Hauptzielen zählt die Weltherrschaft - ein Weltkalifat sozusagen, in welchem Leute wie Sie, "Ungläubige" also, nichts verloren haben. Diese sind entweder vorher alle zwangsislamisiert oder getötet worden. Allein 200 Stellen im Koran sprechen von der Pflicht der Muslime, "Ungläubige" zu töten. Der Gründer ihrer "Friedensreligion" hat persönlich Mordaufträge gegen seine Kritiker in Auftra gegeben - und auf seinen persönliche Befehl hin wurden Tausende "Ungläubiger", die sich seinem Befehl, zum Islam zu konvertieren, nicht gebeugt haben, öffenbtlich enthauptet. Der Koran selbst ist schlimmer als Hitlers mein Kampf und müsste sofort verboten werden. Dem Islam als Religion muss der gleiche Kampf angesagt werden wie den beiden anderen Totalitarismen des 20. Jahrhunderts: dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus. Lesen Sie mal z.B. nur ein Buch von Hans-Peter Raddatz anstelle ihrer vmtl. täglichen taz-Lektüre.

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Neokonservatismus nennt man eine breite internationale politische Strömung, die durch eine Rückbesinnung auf konservative Werte, in Verbindung mit liberalen bzw. neoliberalen Konzepten in der Wirtschaftsspolitik, scharfer Ablehnung der Politik der 68er-Generation und häufig auch der Betonung einer gemeinsamen westlichen Zivilisation gekennzeichnet ist.
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