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Alles im Eimer am Hindukusch

Er ist wieder da! Nahostkenner und Prophet der Rubrik "Ausland" der deutschen Medien Peter Scholl-Latour gibt nicht auf und fabuliert weiter vom Flächenbrand.
[...] Peter Scholl-Latour wundert sich darüber, dass niemand aus der Geschichte lernen will. Jede militärische Einmischung in Afghanistan endete bisher in einem blutigen Fiasko, erläutert er auf WELT.de. Auch der Nato-Einsatz ist für ihn eine Mission, die letztlich scheitern muss.
Und ich wundere mich, wieso PSL immer noch einen Platz in der Welt hat, nachdem so ziemlich alle seiner Irak-Theorien speziell dadurch glänzten, dass sie niemals eingetreten sind. Ein trainierter Schimpanse hätte die gleiche Trefferquote erzielt, wäre ihm nur das Schreiben möglich.
Offenbar ist niemand fähig, aus der Geschichte zu lernen. Die Briten hätten sich an 1841 erinnern müssen, als 16.000 Untertanen Ihrer Majestät beim Rückzug aus Kabul der Wut der Stammeskrieger zum Opfer fielen. Der sowjetische Eroberungsfeldzug endete im totalen Fiasko. Auch das Nato-Unternehmen am Hindukusch sollte als "mission impossible" erkannt werden.
Das ist es, was diese Experten nicht verstehen: wir haben keine Wahl, Geschichte hin oder her.

Normalerweise ist die Wahrung des Status Quo die sicherste Methode, sich von Problemen fernzuhalten. Dies ist aber in der Welt nach 9/11 nicht mehr möglich. Ein alleingelassenes Afghanistan wird ganz einfach Opium mit Terroristen als Exportschlager ergänzen. Ist es das, was PSL will? Mehr Bin Ladens? Die Wiederaufnahme der Trainingsaktivitäten im Camp Al Qaida?
Was die "Demokratisierung" dieser archaischen Stammesgesellschaft betrifft, können nur noch Narren oder Lügner diesen Begriff im Munde führen.
Mehr? Gerne.
Seit die Wahlen in Algerien, Palästina und im Irak dem militanten Islamismus zugute kamen, ist man sogar in Washington vom "Stimmzettel-Fetischismus" abgerückt.
Wer den Wunsch, Demokratie und Rechtsstaat zu verbreiten als "Stimmzettel-Fetischismus" bezeichnet, ist - Entschuldigung - ein Idiot. Punkt.

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Neokonservatismus nennt man eine breite internationale politische Strömung, die durch eine Rückbesinnung auf konservative Werte, in Verbindung mit liberalen bzw. neoliberalen Konzepten in der Wirtschaftsspolitik, scharfer Ablehnung der Politik der 68er-Generation und häufig auch der Betonung einer gemeinsamen westlichen Zivilisation gekennzeichnet ist.
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