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Helft Afghanistan

Die Lage im Irak scheint hoffnungslos. Das Land schafft es nicht, sich gegen die Gewalt in den eigenen Reihen zu wehren und übt sich stattdessen im Beschuldigen der Koalitionstruppen. Die Situation ist um Welten komplizierter, als zum Beispiel in Afghanistan. Und obwohl das so ist, scheint die NATO auch am Hindukusch mächtig an Boden zu verlieren.

Ich möchte hier ein paar Beispiele aufzeigen, warum ich glaube, Afhanistan retten zu können. Nun, nicht ich persönlich. Derart ausgeprägt ist mein Gottkomplex nicht. Aber es gäbe einfache Mittel, den Afghanen auf die Sprünge zu helfen.

Zur Veranschaulichung diese hochkomplexe Darstellung:

Weniger hiervon...
... dafür mehr von denen.

Es ist weithin bekannt, dass Afghanische Bauern nicht aus ideologischen Gründen Opium anbauen. Opium ist schlicht der einzige wirklich funktionierende Wirtschaftszweig im Land. Der Bauer baut an, was er gewinnbringend verkaufen kann. Er nimmt dabei nicht bloss die Illegalität in Kauf, sondern auch einen ganzen Haufen Mehrarbeit, welche bei Getreide entfällt.

Paul Bucherer vom Afghanistan-Museum im baslerischen Bubendorf war gerade vorhin im Radio zu hören, wo er in einfachen Worten darlegte, wie die Leute im Land wirklich ticken.

Ebenso mehr aus praktischen und weniger aus ideologischen Gründen würden die Bauern nämlich viel lieber Getreide anbauen. Ähnlich der Textilindustrie in Afrika wird aber gerade dieser Wirtschaftszweig von der Entwicklungshilfe des Westens zerstört. Die via Food-Aid eingeflogenen Tonnen an Getreide gehen zu Dumpingpreisen auf dem Markt über den Tisch. Die lokalen Produzenten haben nicht den Hauch einer Chance, hierbei mitzuhalten. Also ersetzen sie 90% der Anbaufläche mit Opium, die restlichen 10 bauen sie für den Eigengebrauch mit Getreide an.

Dieser Trend muss aufhören. Stoppt diese unsinnigen Nahrungslieferungen, oder lasst sie wenigstens nicht mehr auf den freien Markt!

Die Sicherheitslage im Land liesse sich auch lösen. Man muss - im Unterschied zum Irak - verstehen, dass die Afghanen in überwältigender Mehrheit froh sind, die NATO im Land zu haben. Nach der Invasion war regelrecht ein Boom zu spüren, gepaart mit der Erleichterung über das Verschwinden der Taliban. Das Problem ist, dass die NATO nach Jahren nicht wirklich weiter ist, und sogar noch weiter entfernt von einem Abzug.

Die Menschen werden ungeduldig, sie fühlen sich als Gastgeber überstrapaziert und möchten eigentlich den baldigen Abzug. Die damit verbundenen Taliban wünschen sie sich aber nicht zurück. Hier ergibt sich Raum, zu handeln.

Die NATO muss jetzt ihr Kontingent aufstocken. 40'000 Mann reichen schlicht nicht, dieses riesige Land zu kontrollieren, die Taliban zu eliminieren und die Infrastruktur am Leben zu erhalten. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass deutsche Soldaten seit drei Jahren die gleiche Patrone im Magazin haben, während Englische und Amerikanische die Drecksarbeit machen.

Es reicht nicht, im Bundestag über sechs (!) Tornados zu Überwachungsflügen zu diskutieren, wenn eigentlich 20'000 weitere Soldaten notwendig wären. Die neue Einsatzführung der NATO will ein Minimum von 5000. In meiner Grosszügigkeit sage ich "Klotzen statt Kleckern" und verlange 20'000.

Unter uns Neocons: hier hat der Westen noch eine Chance, nicht die ganze Operation "Freedom for all" absaufen zu lassen. Die Afghanen waren tolle Gastgeber, dankbare Empfänger userer militärischen und humanitären Hilfe und hätten es einfach verdient, jetzt endlich ihr Land zurückzubekommen.

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Neokonservatismus nennt man eine breite internationale politische Strömung, die durch eine Rückbesinnung auf konservative Werte, in Verbindung mit liberalen bzw. neoliberalen Konzepten in der Wirtschaftsspolitik, scharfer Ablehnung der Politik der 68er-Generation und häufig auch der Betonung einer gemeinsamen westlichen Zivilisation gekennzeichnet ist.
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