"Taliban" versprechen Waffenruhe
Ein paar Wochen vor den überaus wichtigen Präsidentschaftswahlen in Afghanistan hat sich die Regierung gemäss Berichten mit "Taliban" Kämpfern über einen unbegrenzten und unüberwachten Waffenstillstand geeinigt. Dem Freudentaumel entgegenwirkend bemerken verschiedene Beobachter, dass es sich hier wohl eher um relativ normale Stammeskämpfer, als um registrierte und Mitgliederbeitrag bezahlende Taliban des offizellen Klubs um Mullah Omar handelt. Diese Kämpfer sind zwar durchaus in der Lage in ihrem (begrenzten) Gebiet einen Waffenstillstand durchzusetzen, sind sie denn wirklich gewillt. Für die offiziellen Taliban sprechen diese Gangs aber keinesfalls.
In Helmland konnten die Briten zwischenzeitlich ihre grossangelegte Operation gegen die Taliban gemäss eigenen Angaben erfolgreich beenden.
Ein schöner Vergleich hierzu: die Deutschen scheinen nach acht Jahren den Schlüssel zu ihrem Waffenlager endlich gefunden zu haben und setzen jetzt - Achtung - auch schwere Waffen ein.An der fünfwöchigen Operation "Pantherkralle" hatten sich etwa 3000 britische Soldaten beteiligt. Sie wurden unter anderem von amerikanischen und dänischen Verbänden unterstützt. Es war der größte britische Militäreinsatz seit Übernahme der Verantwortung für Helmand Mitte 2006.
Ob diese und weitere Aktionen eine ruhige und sichere Wahl ausreichend garantieren, bleibt zweifelhaft. Ist vielleicht jetzt die Zeit für einen Surge gekommen?
Bild: Reuters
CptEggman - Di, 28.07.2009 - Enemies of the West
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