Moammar Gadhafi, de facto Präsident Lybiens auf Lebzeiten, ist ein sturer Mann. Ganz egal wie viele Menschen in Darfur noch sterben, einen Völkermord will er nicht sehen. Ganz egal, wie spektakulär die Afrikanische Union in der Schlichtung des Konfliks versagt, Moammar sieht sich nicht veranlasst, UN Truppen ins Land zu lassen.
Nicht dass diese Entscheidung seine wäre. Das Morden findet ein paar Kilometer weiter statt, aber Moammar Gadhafi sieht sich nun mal in der Rolle des afrikanischen Propheten, auf den man gefälligst zu hören hat.
Ich wage zu behaupten, Moammar hat zuviel Leim geschnüffelt. Dies, oder er verbringt zuviel Zeit bei Telepolis, denn seine Begründung gegen ein UN Mandat in Darfur könnte direkt eine Headline dieses "
linksgestrickten Lifestyle-Magazins für arbeitslose Programmierer aus der Weltmetropole Hannover" sein:
Western countries and America are not busying themselves out of sympathy for the Sudanese people or for Africa but for oil and for the return of colonialism to the African continent.
Ach so. Ich glaube, man darf mit Entschlossenheit behaupten, diese internationale Suppentruppe wäre zu solch einem Coup schlicht nicht fähig, wäre er denn auch Teil des Plans für Darfur.
Und übrigens; die Schuldigen für das Massaker hat Gadhafi natürlich auch schon gefunden.
All the conflicts in Africa are caused by colonialism, which does not want the rise of the United States of Africa and works for division and interference and for military coups.
Quelle:
CNN
CptEggman - Mo, 20.11.2006 - Afrika