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Suedamerika

Ist Fidel Castro schon gestorben?

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Am 31. Juli übergab Fidel Castro die Regierungsgeschäfte an seinen jüngeren Bruder Raul, der selbst schon 75 Jahre alt ist. Begründung war eine Darmoperation. Doch seit benahe 10 Tagen warten die Kubaner nun auf eine Ansprache von einem der beiden. Nichts, kein Foto, kein TV, kein Radiointerview. Das erinnert ein wenig an die Zeiten der Sovjetunion, als der Tod des "obersten Genossen" jeweils über längere Zeit geheim blieb, bis ein Nachfolger bestimmt wurde.

Aber das ist nicht alles: Eine der grössten Brasilianischen Tageszeitungen, die "Folha de São Paulo", schrieb letzte Woche, Fidel sei an Darmkrebs erkrankt. Havanna habe den Brasilianischen Präsidenten Luis Inacio Lula da Silva über den Gesundheitszustand Castros informiert. "Es sieht aus, als würden wir unseren Freund verlieren" zitiert die Zeitung Lula und schrieb weiter, dass auch wenn er sich erholen würde, es sehr unwahrscheinlich sei, dass Castro je wieder zu 100% die Kontrolle über das Land übernehmen werde.

Carlos Lage, der Kubanische Vizepräsident hat diese Berichte unterdessen dementiert und den Journalisten versichert, Castro werde in "einigen Wochen" die Zügel wieder selbst in die Hand nehmen. Fidels Busenkumpel Hugo Chavez sagte dazu in seiner Sendung "Alo Presidente" dazu: "Ich weiß, dass Du Dich erholst. Wir verfügen über glaubwürdige Berichte über Deine eindeutige und bemerkenswerte Genesung".

Wir werden es schon sehr bald erfahren.

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UPDATE:
Na endlich, Raul hat sich zum ersten mal seit seiner Machübernahme gemeldet. Und von Fidel gabs sogar ein paar Fotos und TV aufnahmen, auf denen er zwar ein bisschen senil wirkt, aber doch lebendig.

Raul hat in der zwischenzeit fleissig die Reservisten des Landes mobilisiert. Befürchtet er unruhen? Bereitet er eine übernahme durch das Militär vor?

Bolivien: Wer ist dieser Mann?

Wer ist dieser Mann, der immer und überall mit dem frischgewählten Präsidenten Boliviens auftaucht?


Immer und überall ist dieser Mann an der Seite des Pullover Präsidenten Evo Morales zu sehen. Es handelt sich da um den Vize Präsidenten Álvaro Marcelo García Linera. Linera studierte Mathematik in Mexico und schloss sich dann ein paar Marxistischen Indianer Gruppen in Bolivien an. Nach verschiedenen Rückschlägen Schloss Linera sich der Ejército Guerrillero Túpac Katari an, einer Guerillia bewegung, die von Che Guevara gegründet wurde. Linera galt als deren Ideologe. Während kurzer Inhaftierung studierte er Soziologie. Nach seiner Freilassung arbeitete er als Professor an einer Universität, und war zugleich News-Kommentator und politischer Analyst. Viele Beobachter sehen in ihm das Hirn hinter der bewegung der MAS in Bolivien.
Die angebliche Verschwörung der Öl Multis kommt ihm ganz gelegen. MAS Vertreter haben immer wieder gesagt, sie wollen die Öl und Gas Quellen des Landes verstaatlichen.
Bolivien orientiert sich unter Evo Morles und Alvaro Linera stark an Hugo Chavez und Fidel Castro. Von diesen beiden erklärten Gegnern des Westens wurde die MAS auch mit grossen Geldmitteln unterstützt. Morales Bedankt sich:"Hugo und Fidel sind die Kommandanten der Befreiungsarmee"

Anmerkung zu Ejército Guerrillero Túpac Katari. Túpac Katari war ein Rebellenführer eines Indianeraufstandes gegen die Spanier im 17ten Jahrhundert. Die Anhänger haben heute grossen Einfluss auf die Politik von Evo Morales. In den Indiobewegungen spielt Rethorik gegen Weisse Südamerikaner immer wieder eine Rollem und das nicht nur in Bolivien. Viele Beobachter befürchten ein ähnliches Szenario wie in Simbabwe, wo der Autokrat Rober Mugabe die weisse Bevölkerung zuerst durch sogenannte Veteranen eingeschüchtert und bedroht später dann enteignet und vertrieben hat.

Südamerika Teil III - Venezuela rüstet auf und bringt das Gleichgewicht der Region durcheinander

Zuerst wurden in Russland 100'000 AK47 sowie 50 MiG27 Kampfflugzeuge gekauft, da wurde schon der nächste Deal angekündigt. Hugo Chavez kauft bei seinem neuen Freund in Europa, José Luis Rodríguez Zapatero, zehn spanische Militärtransporter und acht Patrouillenboote. Damit nicht genug, in einer TV Ansprache wurde schon Anspruch auf die südamerikanische Atombombe erhoben, man könne doch in dieser Frage mit dem Iran zusammenarbeiten. Was bedeutet das für die Region?
Chavez sympathisiert offen mit Evo Morales und Fidel Castro. Er unterstützt die FARC, die kommunistischen Terroristen in Kolumbien. Die Kolumbianische Regierung wird von den USA auf der anderen Seite durch den Plan Columbia mit über einer Milliarde Dollar unterstützt. Chavez sitzt fester den je im Sattel, die Opposition scheiterte erst kürzlich, als versucht wurde Chavez mit Demokratischen Mittel aus dem Amt zu jagen. Zur Zeit hat er fast nichts zu fürchten und den USA droht er fast wöchentlich über seine TV Ansprache mit einem Blutbad, sollten Venezuela Ziel einer Intervention werden, wozu die USA zur Zeit sowieso nicht die Ressourcen habe.
Kürzlich wurden in Caracas einige FARC Kadermitglieder von Kopfgeldjägern festgenommen. Chavez war empört und zog die Truppen an der Grenze zu Kolumbien auf. Der Konflikt ist schon fast vorprogrammiert, vor allem wenn in Bolivien die Wahl zu Gunsten von Evo Morales ausfällt.

Südamerika Teil II - Kommunismus reloaded?

Der Kommunismus ist in Südamerika wieder auf dem Vormarsch. Evo Morales, Jorge Quiroga und Felipe Quispe sind die Favoriten in den bevorstehenden Wahlen in Bolivien. Evo Morales ist dabei der Kandidat mit den grössten Chancen. Er wird aus Havanna und Caracas kräftig unterstützt. Er ist der Generalsekretär der Koka-Gewerkschaft und zu tiefst antiamerikanisch. Falls er an die Macht kommt, will er grosse Teile Boliviens verstaatlichen und den Koka Handel legalisieren.
Felipe Quispe spielt eher eine kleinere Rolle. Doch käme er an die Macht, so wäre Boliviens Ende polpotianisch. Er will die das Weisse Erbe Boliviens vernichten, Geld abschaffen und eine Gesellschaft wie zu Zeiten der Inka aufbauen.
Bleibt zu hoffen, dass Jorge Quiroga das Rennen macht. Der Industrieingenieur, der seinen Abschluss mit Auszeichnung an einer Universität in Texas machte will das Land nach Chilenischem Vorbild konsequent Richtung Westen führen und die reichen Gasvorkommen zur Modernisierung des Landes verwenden. Die Chancen für ihn stehen zur Zeit jedoch schlecht.

Südamerika Teil I - Islamisten operieren auch in Südamerika

Cidade del Este ist schon seit längerem im Visier der amerikanischen Behörden. Die Stadt wird als Paradies für Schmuggler und Terroristen bezeichnet, von US-Behörden wie Paraguays Polizei gleichermaßen. Die im Dreiländereck zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay gelegene Stadt ist Heimat von ca. 30'000 Menschen Syrischen und Libanesischer Herkunft. (ganze Region Dreiländereck Heimat von ca. sechs Mio. Moslems) Nach dem 11. September ist Cidade del Este durch grosse Geldtransfers aufgefallen. Drei Wochen nach 911 wurde bei einer Razzia im Elektronikladen von Ahmed Barakat ein Dankesschreiben von Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah für die Übersendung großer Geldbeträge gefunden. Dabei geht man von 15-50 Mio. Dollar aus.

Ende Juni 2005 wurden in Brasilien und Peru ein Drogenring zerschlagen, der ca. 70 % der Einnahmen der Hisbollah zu gute kommen lies. Neben Maher Hamajo, Chef der Bande und syrischstämmiger Restaurantbesitzer wurde der Libanese Rady Zaiter und 19 weiter Personen in Zusammenarbeit zwischen USA, Brasilien und Peru verhaftet. Die Bande verfügte über eigene Mitarbeiter an den internationalen Flughäfen von Quito(Peru) und Guayaquil(Equador) und konnte sich so den dortigen Kontrollen entziehen. Die Bande schmuggelte Hauptsächlich Kokain nach Europa, die USA und den Nahen Osten.

Anscheinend werden islamistische Aktivitäten in Südamerika intensiviert, neu sind sie jedoch nicht, man erinnert sich an 1992, als die israelische Botschaft in Buenos Aires einem Bombenanschlag zu Opfer fiel, sowie 1994 als das argentinisch-israelische Kulturzentrum in Buenos Aires ins Fadenkreuz geriet. Die beiden Attentate waren von der Hisbollah verübt worden.

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Zuletzt aktualisiert: 11. Okt, 18:49